Situative Marker – Diesmal der Marker GEWÄHREN

Hier nun aus der kleinen Beitragsreihe über einen Inhalt meiner Kommunikationstrainings (im Rahmen der Verstehensvermittlung) der Marker „Gewähren“. Die Beschreibung, was ein situativer Marker ist und was er bedeuten kann, findet sich in dem ersten Beitrag.

Mein Marker „Gewähren“ zeigt einen Pfeil. Wenn Sie sich Ihren gebeugten Arm vorstellen, den Sie in die Gerade bewegen, folgen die Fingerspitzen dem Pfeil und beschreiben eine Kurve. Impuls für den Marker war eine Szene aus dem Film „Schindlers Liste“. In diesem Kontext ging es um das gewähren einerseits, aber auch der Akzeptanz, dass jeder Mensch etwas zu sagen hat.

Der Marker drückt für mich eine Haltung aus, die auch ich manchmal vergesse. Jeder hat seine Wirklichkeit – jeder hat einen Grund zu sagen was er/sie sagt und das ist auch so in Ordnung. Selbst wenn etwas sachlich falsch – oder von mir als falsch empfunden wird, so ist auch das in Ordnung. Unbedingt. Natürlich gibt es aber auch Situationen, in denen das einfach nicht geht – beziehungsweise ich das nicht mit mir vereinbaren kann.

Der Marker macht mich darauf aufmerksam, dass ich mich hier und da zurücknehmen sollte und anderen Menschen damit mehr Raum. Denn andere haben nicht nur „etwas“ zu sagen, sondern können auch Impulse geben, die ich in meine Gedanken, meine Meinungen und auch meine eigene Wirklichkeit aufnehmen kann. Diese Impulse können sehr wertvoll sein. Gleichzeitig erhält mein Gegenüber meine ernsthafte Anerkennung und Respekt.

Mein nächster Marker, den ich vorstellen werde, ist der „Winston“ Marker – oder „Widerstand anderer ist mein Vorteil“.